Mann macht einhändig 100 Liegestütze

Täglich 100 Liegestütze

Ich habe ein neues Projekt – oder wie meine Tochter sagt, eine neue Challenge. Ich möchte täglich 100 Liegestütze machen. Oder zumindest 80, vielleicht auch 60. Nicht am Stück natürlich, sondern pro Tag in mehreren Etappen.

Warum 100 Liegestütze täglich?

Auf die Idee hat mich der WELT-Journalist Adrian Rehling gebracht. Er hat 30 Tage lang täglich 100 Liegestütze gemacht und war vom Ergebnis überzeugt. In seinem Beitrag über das Experiment zitiert er einen Fitnesstrainer, der das Projekt begleitet hatte, mit den Worten, er habe zwar einen Effekt erwartet, aber „dass dieser ohne zusätzliche Übungen oder eine Ernährungsumstellung so deutlich ausfällt, hätte ich nicht gedacht.“

Das will ich auch!

Nun ist der Journalist mit 35 ein wenig jünger als ich und mit 74 Kilo außerdem leichter. Dafür habe ich einige Jahre lang geboxt und dabei viele Liegestütze gemacht. Und tatsächlich spricht vieles für das Projekt 100 Liegestütze, denn dabei werden viele unterschiedliche Muskeln trainiert. Nicht nur die Oberarme, auch Rücken und Bauch müssen was tun, um den Körper gerade zu halten.

Gerade „Rücken“ ist in Industrieländern eine Volkskrankheit. Und wie in einem anderen Beitrag schon mal geschrieben wird die Bedeutung von Krafttraining und einer starken Muskulatur oft unterschätzt.

Was muss ich beachten?

Auch einen persönlichen Coach habe ich nicht, aber ich lese einfach nach, was Patrick Berek, der Berater des Journalisten, so empfiehlt. Im Prinzip weiß ich das aber schon. Den Körper gerade halten, kein Hohlkreuz und auch keinen Buckel machen. Wobei das Hohlkreuz die größere Gefahr ist. Arme im 45 Grad-Winkel vom Körper abspreizen. Also nicht gerade zur Seite, das wären ja 90 Grad, sondern die Hälfte davon.

Anschließend geht es richtig runter, also nicht nur ein wenig mit dem Popo wackeln. Rehling rät noch, unten und oben kurz zu verharren, das habe ich bisher nicht gemacht. Auch geatmet habe bisher vermutlich falsch, denn ich soll beim Absinken einatmen und beim Hochgehen ausatmen. Bisher habe ich darauf nicht geachtet.

Die ersten Tage

Der WELT-Journalist hatte sein Training schon hinter sich, als er den Beitrag geschrieben hat. Soweit bin ich noch nicht. Ich habe erst angefangen und für die ersten beiden Tage 80 Liegestützen gemacht. Ich will ja nicht gleich Muskelkater bekommen. Dabei habe am ersten Tag viermal 20 Liegestütze gemacht, beim zweiten Tag dreimal 20 und zweimal nur zehn. Morgen werden es auf jeden Fall 100 Liegestützen werden.

Der Journalist Adrian Rehling hat sich ganz auf sein 100 Liegestütze Programm beschränkt, um den Effekt nicht durch andere Formen von Fitnesstrainer zu überlagern. Das ist unter empirischen Gesichtspunkten sehr lobenswert, allerdings will ich keine Studie machen. Daher versuche ich mich auch weiterhin viel zu bewegen. Denn gerade für Herzerkrankungen – bei Männern eine der wichtigsten Todesursachen – ist Ausdauertraining wichtig. Schon jeden Tag eine halbe Stunde schnell gehen oder zweimal in der Woche joggen bringt extrem viel. Zusätzliche Trainingseinheiten erhöhen den Effekt nur minimal. Deshalb sollte sich diese Zeit jeder Mann nehmen.

WELT-Konkurrenz macht 4-Wochen-Fitnessprogramm

Mir gefällt das gut, dass ich eine relativ einfache Übung gefunden habe, um etwas für meine Kraft und vor allem meinen Rücken zu tun. Denn in erster Linie möchte ich endlich meine Rückenschmerzen loswerden. Leider verfolgen die mich schon seit meiner Jugend, ich musste deshalb sogar den Hochsprung eine Zeit lang aufgeben. Die Konkurrenten der WELT von BILD (wobei Konkurrent vielleicht falsch ist, da beide zum Axel-Springer-Verlag gehören) machen ein etwas umfangreicheres 4-Wochen-Fitnessprogramm mit täglichen Videos. Dafür wird allerdings ein Zugang zu BILDplus benötigt. Ich halte mich ohnehin lieber an die 100 Liegestütze.

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