Zu wenig Sport: 4 Mittel gegen den inneren Schweinehund

Sport ist einer der wichtigsten Bausteine für ein längeres und auch zufriedeneres Leben. Das gilt nicht nur, aber besonders für Männer. Wenn es nur oft nicht so schwer wäre, denn inneren Schweinehund zu überwinden.

Diese vier Mittel helfen, ihn zu überwinden:

Der Klassiker: Der Sportverein

Jeder kennt das Problem: Für heute Abend steht noch eine Runde Laufen auf dem Programm. Doch die verschiebt man schnell auf morgen – und dann auf übermorgen und schließlich auf den berühmten St. Nimmerleinstag.

Das Training im Sportverein lässt sich dagegen nicht verschieben. Das ist eine super Motivationshilfe.

Sportvereine haben aber noch mehr Vorteile. Man lernt Menschen kennen und ist Teil einer Gruppe. Gerade Männer haben oft nur wenige echte Freunde, mit denen sie auch mal über Probleme reden können. Die wichtigste Vertrauensperson ist oft die Ehefrau. Das ist nicht per se schlecht, aber wenn es in der Ehe gerade kriselt, dann fehlt ein Ansprechpartner. Oft findet man so einen Ansprechpartner beim gemeinsamen Sport.

Innerer Schweinehund: Bild eines Hundes mit einer Schnauze die wie die eines Schweines aussieht
Der innere Schweinehund

Ich selbst finde auch Sportwettkämpfe sehr belebend, gerade Disziplinen wie den 100-Meter-Lauf. Die Mischung aus Anspannung, aus Fokussierung auf eine Aufgabe (heute würde man das Achtsamkeit nennen) und schließlich die Anstrengung fordern und fördern Körper und Geist.   

Vorteile:

  • Feste Termine motivieren zum Sport
  • Freundschaften lassen sich aufbauen
  • Wettkämpfe bringen Spannung
  • Niedrige Kosten
  • Mannschaftssport fast nur im Verein möglich

Nachteil:

  • Feste Termine sind nicht immer mit anderen Aufgaben vereinbar

Die elektronische Lösung: Smartwatch und Fitnessuhr

Smartwatches und Fitnesstracker messen jeden Tag unsere Aktivitäten. Manche verlangen von uns, dass wir mindestens 10.000 Schritte machen, andere setzen differenziertere Ziele und wollen, dass wir eine festgelegte Kalorienmenge verbrauchen und obendrein eine halbe Stunde oder mehr zumindest schnell gehen oder gar joggen.

Das auch schnelles Gehen als Training zählt (übrigens zu Recht) hat den Vorteil, dass wir die Bewegung gut in den Alltag einbauen können, beispielsweise indem wir mehr Weg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen.  

Menschen mit Smartphone
Über das Smartphone lässt sich das tägliche Training aufzeichnen. Bild: Dean Moriarty auf Pixabay

Ohne Zweifel, das Trainingsprogramm, dass vor allem Smartwatches für uns bereithalten, ist eine gute Basis für ausreichend Sport. Weniger klar ist, ob die schlauen Uhren und wirklich zum Sport motivieren oder nur das aufzeichnen, was wir ohnehin getan hätten.

Bisher gibt es wenig empirische Belege für einen Motivationseffekt, auch wenn die Elektronikkonzerne ein großes Interesse an solchen Zahlen hätten. Das bedeutet nicht, dass es den Effekt nicht gibt, sondern nur, dass er sich nicht so einfach messen lässt. Was zeigt, dass er so groß nicht sein kann.

Vorteile:

  • Tägliche Motivationshilfe
  • Flexibel
  • Einmalige Kosten

Nachteile:

  • Motivationseffekt nicht besonders hoch
  • Kein Erstellen eines Trainingsplans

Mehr Eigenmotivation nötig: das Fitnessstudio

Auch eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio motiviert zum Sport. Allein, dass jeden Monat Geld an das Studio gezahlt wird, ist ein Antrieb. Das Training macht den meisten Menschen auch mehr Spaß als der Dauerlauf und tatsächlich zeigt die moderne Forschung, dass Krafttraining ein wichtiger Baustein für Gesundheit und ein längeres Leben ist.

Viele Fitnessstudios haben lange Öffnungszeiten, einige bieten sogar eine Kinderbetreuung an. Das Training lässt sich deshalb besser als der Vereinssport mit einem vollen Tagesplan vereinbaren.

Ergometer bzw Hometrainer in einer Reihe
Die Mitgliedschaft im Fitnessstudio kann eine Motivationshilfe sein.

Allerdings ist der Motivationsfaktor gering. Vor allem bei höheren Einkommen schmerzt der Monatsbeitrag kaum noch und ist keine echte Motivation mehr.

Nach meiner eigenen Erfahrung ist auch die Unterstützung durch die anwesenden Trainerinnen und Trainer eher gering, wobei das in teureren Studios anders aussehen kann.

Vorteile:

  • Hohe Flexibilität
  • Training für verschiedene Körperregionen
  • Moderate Kosten

Nachteile:

  • Motivationseffekt gering.
  • Meist trainiert jeder für sich allein.
  • Keine oder wenig Hilfestellung von Trainern.

Die moderne Lösung: Personal Trainer

Sportvereine haben einen höheren Motivationseffekt als schlaue Uhren oder die Mitgliedschaft im Fitnessstudio, sie haben allerdings auch einen großen Nachteil: Die Termine sind unflexibel. Bei wechselnden Arbeitszeiten oder auch mit Kindern sind die Trainingszeiten nicht immer einzuhalten.

Noch mehr Motivation als der Sportverein, mehr Flexibilität und meistens auch eine professionellere Begleitung bei den eigenen Zielen bieten persönliche Trainer. Gute Coaches erstellen für jeden Kunden einen individuellen Trainingsplan und befassen sich auch mit Themen wie Ernährung und Motivation. Sie trainieren im Park, im öffentlichen Fitnessstudio oder auch im privaten Fitnessraum.

Trainierender Mann als Schmuckbild für Personal Trainer
Zu ehrgeizig sollten die Trainingsziele auch nicht sein…

Einen guten Überblick über die Arbeit eines Coaches bietet die Seite www.premium-personal-trainer-berlin.de. Ähnliche Angebote gibt es auch in anderen Städten (wie der Name schon sagt, geht es auf der Seite um einen Personal Trainer in Berlin).

Natürlich ist ein solches Angebot meist etwas teurer als die Mitgliedschaft im Sportverein, allerdings berücksichtigen gute Personal Trainer bei der Ausarbeitung eines Konzepts auch immer die finanziellen Möglichkeiten der Kundschaft.

Vorteile:

  • Hohe Flexibilität
  • Sehr hohe Motivation
  • Professionelle Begleitung

Nachteile:

  • Mit zusätzlichen Kosten verbunden

Fazit

Der Personal Trainer ist von der rein sportlichen Seite und unter dem Gesichtspunkt der Flexibilität die beste Lösung, allerdings etwas teurer als die anderen drei. Ich persönlich bin nach wie vor ein Freund des guten alten Sportvereins, auch weil zum sportlichen hier meist noch ein zwischenmenschlicher Effekt kommt.

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