Fastenzeit 2021 – Was verzichten?

Die Fastenzeit 2021 hat eigentlich schon am vergangenen Mittwoch angefangen. Aber wer jetzt noch einsteigen will, kann sogar noch die vollen 40 Tage bis Ostern schaffen. Und wenn nicht – ist auch nicht schlimm. Auch wer nicht besonders christlich ist, sollte darüber nachdenken. Denn sechs Wochen auf etwas zu verzichten, kann sich körperlich wie psychisch lohnen.

Warum gibt es die christliche Fastenzeit vor Ostern?

Die christliche Fastenzeit geht zurück auf die im Matthäus-Evangelium (Mt 4,1-11) beschriebenen 40 Tage, die Jesus in der Wüste fastete. Deshalb dauert sie auch genau 40 Tage. Wer nachrechnet, stellt aber fest, dass die Zeit von Aschermittwoch (17. Februar 2021) bis Ostersonntag 2021 (4. April 2021) genau 46 Tage beträgt. Das liegt daran, dass die Sonntage vom Fasten ausgenommen sind. Wer jetzt noch einsteigt, kann also die 40 Tage noch schaffen.

Das Fasten vor einem religiösen Fest ist nicht unüblich, auch in der Adventszeit wurde früher oft gefastet, um sich auf Weihnachten vorzubereiten. Heute stehen dagegen meist nicht-religiöse Aspekte im Vordergrund. Und tatsächlich gibt es gute Gründe, die Fastenzeit zum Verzicht zu nutzen.

Auf was in der Fastenzeit verzichten?

Ich selbst verzichte in der Fastenzeit auf Fleisch, Süßigkeiten und Alkohol. Die Sonntage versuche ich auch zu fasten, bin da aber etwas großzügiger. Warum ich faste? Weil ich glaube, dass man so viele Dinge wieder mehr zu schätzen lernt. Es ist schade, wenn wir einerseits so viele Dinge zur Verfügung haben, von denen Menschen noch vor 100 Jahren nur träumen konnten, sie aber nicht zu schätzen wissen. Und gerade beim Thema Alkohol ist es mir wichtig, dass ich weiß: Ich kann auch ohne.

Natürlich versuche ich auch jenseits der Fastenzeit die Empfehlung der WHO zum Alkoholkonsum einzuhalten. Das bedeutet für Männer, nicht mehr als sechs Flaschen Bier (0,5 Liter) oder sechs Schoppen Wein pro Woche, mindestens zwei alkoholfreie Tage. Ich bleibe sogar drunter, aber sechs Wochen ganz zu verzichten ist natürlich noch mal was anders.

Handysucht dargestellt mit zwei Personen mit Smartphone für Fastenzeit 2021
Auch soziale Medien kann man fasten. Bild von Dean Moriarty auf Pixabay

Wer zu viel Zeit mit Sozialen Netzwerken wie Facebook und Co verbringt, kann das fasten. Einfach eine Nachricht: Ich bin dann sechs Wochen weg, die meisten werden das vermutlich sogar gut finden. Jeder sollte das fasten, wo er der Meinung ist: Ich verbringe damit zu viel Zeit, will es aber nicht ganz aufgeben.

Insofern ist das für mich auch ein schöner Kompromiss zwischen ständigem Luxusleben und der totalen Askese, die heute wieder oft gepredigt wird.

Fastenzeit 2021 trotz Corona?

Allerdings gibt es dieses Jahr durch Corona ohnehin viele Einschränkungen. Wer unter den aktuellen Bedingungen ziemlich leidet, der sollte nicht auch noch fasten. Und außerdem unseren Beitrag mit den Tipps zum psychischen Umgang mit Corona lesen.

Ein paar Fragen zur Fastenzeit kurz beantwortet

Bis wann geht die Fastenzeit 2021?

Die Fastenzeit 2021 endet am 4. April 2021. Wer religiös ist, ist da im Vorteil. Das Fastenbrechen beginnt üblicherweise nach dem Ostergottesdienst, der oft schon am Samstagabend ist (traditionell beginnt der neue Tag schon mit dem Vorabend – deshalb beginnt in Deutschland das Weihnachtsfest ja auch am 24.12.)

Warum Fastenzeit 40 Tage?

Die 40 Tage beim christlichen Fasten orientieren sich an den 40 Tagen, die Jesus in der Wüste fastete (Mt 4,1-11). Die Zeitspanne von Aschermittwoch bis Ostern beträgt zwar 46 Tage, an den Sonntagen wird aber traditionell nicht gefastet, so kommt man auf 40 Tage.

Bis wann fasten Christen

Die Fastenzeit 2021 begann am 17. Februar (Aschermittwoch) und endet am 4. April (Ostersonntag). Sie beträgt ohne Sonntage also genau 40 Tage.

Warum gibt es Fastenzeit?

Die Fastenzeit ist eine gute Möglichkeit zu überprüfen, wie abhängig man von Dingen ist, die zum Überleben eigentlich nicht nötig sind. Schaffe ich sechs Wochen ohne Facebook/Alkohol/…

Fastenzeit – worauf verzichten?

Es bietet sich an auf Dinge zu verzichten, die man täglich oder fast täglich tut, aber ohne die man gut auskommen könnte. Traditionell haben viele Mönche und Nonnen in der Fastenzeit nur an den Sonntagen gegessen und sonst gehungert, heute steht eher der Verzicht auf Fleisch, Süßigkeiten, soziale Medien oder Alkohol im Vordergrund.

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