Corona-Tote um 5.333 in einer Woche angestiegen

Die Zahl der Corona-Toten ist im Laufe eine Woche um 5.333 angestiegen, erneut ein sehr starker Zuwachs. Die aktuell geringeren Fallzahlen dürften aber bald wieder zu einer sinkenden Zahl führen.

Unter den 5.333 Toten waren Männer und Frauen nahezu gleich vertreten, die Zahl der verstorbenen Frauen lag um neun höher als die der Männer. Das ist aber allein auf die unterschiedliche Altersstruktur zurückzuführen. Lediglich bei den über 80 und den über 90-Jährigen starben mehr Frauen als Männer, da in diesen Altersgruppen Frauen wegen der höheren Lebenserwartung überrepräsentiert sind. Betrachtet man alle Todesfälle seit der Pandemie, liegt der Altersmedian bei Frauen fast vier Jahre höher als bei Männern. Der Median gibt das mittlere Alter der Todesfälle an, jeweils 50 Prozent sind jünger und 50 Prozent sind älter als dieser Wert. Er liegt für Männer bei 82 Jahren und fünf Monaten, bei Frauen bei 86 Jahren und einem Monat. Allerdings wurde der Wert wegen fehlender Einzeldaten näherungsweise berechnet. Er dürfte für Männer leicht höher liegen. Bei den Frauen wird die Differenz noch stärker sein, sodass die Geschlechterdifferenz etwas höher als vier Jahre liegen dürfte.

Die Altersstruktur der Todesfälle lag auch in der vergangenen Woche ähnlich hoch, 63,5 Prozent der Männer und 79,5 Prozent der Frauen waren über 80 Jahre alt. Betrachtet man nur die 5.333 innerhalb der Woche verstorbenen Fälle, so lag der Altersmedian bei Frauen bei 86 Jahren und zwei Monate, fast genauso hoch wie insgesamt. Der für Männer lag mit 82 Jahren und elf Monaten sechs Monate höher als insgesamt. Einen Trend sollte man aus diesen Daten aber noch nicht ablesen.

Ein genauer Blick in die Zahlen zeigt aber auch, wie vorsichtig die Daten interpretiert werden müssen. Denn sie umfassen nicht nur die in der jeweiligen Woche verstorbenen Personen, sondern auch Nachmeldungen. Noch verwirrender ist, dass Verdachtsfälle sind teilweise nicht bestätigen. So sank die Zahl der 20-Jährigen Männer, die an Corona verstorben sind, um zwei. Diese Altersgruppe ist die einzige, bei der Frauen und Männer in ähnlichem Ausmaß betroffen sind, wenn man die Todesfälle in Relation zur Bevölkerungszahl setzt. Bisher starben fünf Männer beziehungsweise Jungen und sieben Frauen beziehungsweise Mädchen in dieser Altersgruppe.

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